73. Mitgliederversammlung IG RIGI Kaltbad-First

Protokoll 73. GV Protokoll der 73. GV

Samstag, 24. Februar 2018, 16.00 Uhr, Hotel Rigi Kulm

     
Vorsitz:   Elisabeth Schärer (Präsidentin)
Protokoll:   Sandra Gisler
Anwesend:   46 Mitglieder, ca. 13 Gäste und ca. 20 BegleiterInnen
Entschuldigt:   Etliche Mitglieder und Gäste
Traktanden:
  1. Protokoll der Mitgliederversammlung vom 4. März 2017
  2. Jahresbericht 2017 der Präsidentin – Genehmigung
  3. Jahresrechnung 2017, Revisorenbericht 2017
    Genehmigung und Décharcheerteilung an den Vorstand
  4. Budget 2018 (siehe Beilage)
    Mitgliederbeitrag 2018: Vorschlag Fr. 60.-- (wie bisher)
  5. Wahlen
    Vorstand bisher: Marianne Camenzind, Julia Fleischmann, Eduardo
    Gassmann, Martin Gehrig, Thierry Indermühle, Herbert Reinecke

    Vorstand neu: Aron Boddé, Rigi Kaltbad
    Revisoren bisher: Toni Ruckli, Antoinette Schmid
  6. Verschiedenes
    1. Bericht zur "Nachhaltigen Entwicklung auf der Rigi"
    2. Berichte über div. Geplante Projekte
    3. Verabschiedung Elisabeth Schärer und Sandra Gisler

 

Die Präsidentin begrüsst alle anwesenden Gäste und Mitglieder pünktlich und herzlich zu dieser 73. Mitgliederversammlung.

Als Stimmenzähler stellen sich Kurt Wanner und Roger Suter zur Verfügung.

1. Protokoll der Mitgliederversammlung vom 4. März 2017

Das Protokoll wird einstimmig genehmigt, unter Verdankung an die Protokollführerin Sandra Gisler. Traktandenliste wird einstimmig genehmigt.

2. Jahresbericht 2017 der Präsidentin

Die Präsidentin meldet vom vergangenen Vereinsjahr 4 Austritte und erfreulicherweise 4 neue Mitglieder. Der Verein umfasst somit 159 Mitglieder. Wir gedenken dem verstorbenen Mitglied Beat Halter.

Elisabeth Schärer führt durch den wiederum interessanten und voll gepackten Jahresbericht über das vergangene Vereinsjahr. Der Jahresbericht sowie das Protokoll der Mitgliederversammlung werden auf unserer Website aufgeschaltet und nicht mehr verschickt.

Der Jahresbericht der Präsidentin wird einstimmig und mit grossem  Applaus genehmigt.

3. Jahresrechnung 2017 und Revisorenbericht 2017, Genehmigung und Déchargeerteilung an den Vorstand

Die Kassierin Julia Fleischmann erklärt die wichtigsten Posten.
Bei Ausgaben von CHF 7‘711.48 und Einnahmen von CHF 10‘002.56 resultierte eine Vermögenszunahme von CHF 2‘291.08. Demnach beläuft sich unser Vereinsvermögen per 31.12.2017 auf CHF 41‘185.13.

Toni Ruckli verliest den Revisorenbericht mit Dank an die Kassierin Julia Fleischmann. Er empfiehlt im Namen der Revision die Jahresrechnung zu genehmigen und dem Vorstand Décharge zu erteilen.

Die Versammlung genehmigt hierauf die Jahresrechnung 2017 und erteilt dem Vorstand einstimmig Décharge.

4. Budget 2018

Julia Fleischmann stellt das wiederum ausgeglichene Budget vor und Elisabeth Schärer übergibt der Mitgliederversammlung das Wort. Der Budgetposten von CHF 6‘000.-- für Projekte wird später unter Punkt 6a durch Martin Gehrig erklärt. Über diesen Betrag wird separat abgestimmt. Zum Budget 2018 gibt es keine Fragen.

Das Budget 2018 wird von der GV einstimmig angenommen.

Mitgliederbeitrag 2018: Der Vorstand beantragt, den Mitgliederbeitrag bei CHF 60.-- zu belassen.

Dieser Antrag wird von der Generalversammlung einstimmig angenommen.

5. Wahlen

Vorstand bisher: Marianne Camenzind, Julia Fleischmann, Eduardo Gassmann, Martin Gehrig, Thierry Indermühle, Herbert Reinecke

Vorstand neu: Aron Boddé, Rigi Kaltbad

Revisoren bisher: Toni Ruckli, Antoinette Schmid

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung einstimmig gewählt und Aron Boddé wird ganz herzlich im Vorstand willkommen geheissen.

6. Verschiedenes:

a) Bericht zur “Nachhaltigen Entwicklung auf der Rigi“ durch Martin Gehrig:
Am 21. Februar 2018 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Petitionäre, der IG Rigi, der Rigi-Bahnen, des Hotel Rigi-Kulm, von RigiPlus und Pro Rigi, der Unterallmeind Arth, des Landschaftsschutzverbands Vierwaldstättersee (LSVV) sowie der Gemeinden Vitznau und Weggis zum gegenseitigen Austausch zur zukünftigen Entwicklung der Rigi. Dieser “Zweite Runde Tisch“ ist in mehrere Workshops untereilt, welche bis im Sommer 2018 regelmässig stattfinden werden. Der Mitwirkungsprozess wird von Prof. Dr. Jürg Stettler, Leiter des Instituts für Tourismuswirtschaft der Hochschule Luzern moderiert und begleitet.

Im Rahmen dieses Mitwirkungsprozesses sollen eine gemeinsame Charta für die Rigi sowie Grundsätze der Zusammenarbeit entwickelt werden. Dazu werden ein gemeinsames Grundverständnis über die heutige Rigi sowie gemeinsame Zielvorstellungen zur zukünftigen Entwicklung der Rigi erarbeitet. Im Weiteren werden die Standorte und Entwicklungsräume sowie angedachte Projekte diskutiert.

Wie schon beim “Ersten Runden Tisch“ pflegen die Beteiligten eine respektvolle, konstruktive und kompromissorientierte Diskussionskultur. In Bezug auf die Kommunikation haben die Beteiligten vereinbart, während des Verlaufs des Mitwirkungsprozesses keine detaillierten Auskünfte zu den Inhalten der Gespräche zu geben.

IG RIGI Kaltbad-First Budget 2018: CHF 6000.- für Projekte, erläutert durch Martin Gehrig:
Die IG Rigi Kaltbad-First wurde angefragt, einen einmaligen Beitrag an die anfallenden Gesamtkosten von rund CHF 20‘000.-- zu leisten. Diese kommen durch etwaige Miete von Infrastruktur, die Begleitung durch Prof. Dr. Jürg Stettler, Moderator, usw. zusammen.

Der Vorstand der IG RIGI Kaltbad-First stellt den Antrag, einen einmaligen Beitrag in der Höhe von CHF 2'000.-- an diese Kosten leisten. Weitere Beiträge werden durch die Rigibahnen, die RigiPlus AG und durch die Petitionäre getätigt.

Die restlichen CHF 4‘000.-- in unserem Budget 2018 sind für weitere, evtl. anfallende Projekte angedacht.

Fragen der Mitglieder:
Jost Feer: Macht der Vorstand das unentgeltlich? Herr Feer ist der Meinung, der Vorstand sollte für die Teilnahme und Begleitung solcher grösseren Projekte entgolten werden.
Martin Gehrig: Bis jetzt haben alle Teilnehmer, ausser der Hochschule Luzern, unentgeltlich am “Runden Tisch“ teilgenommen. Wir brauchen jedoch professionelle Hilfe, um diesen Prozess zu begleiten und diese Aufwendungen müssen gedeckt werden. Wir vom Vorstand möchten diese Arbeit für den “Runden Tisch“ auch in Zukunft freiwillig
machen, weil es uns ein sehr wichtiges Anliegen ist.

Evtl. könnten in Zukunft auch Sitzungsgelder bei Projekten dadurch vergütet werden. Dies könnte unter Umständen auch Leute motivieren, im Vorstand mitzuarbeiten. Jedoch soll die Arbeit im Verein grundsätzlich freiwillig und ohne Vergütung stattfinden.

Über den Antrag, eine einmalige Budgetposition in der Höhe von Total CHF 6'000.- aufzunehmen, (CHF 2000.- Beitrag an die Moderationsleistungen und CHF 4000.- für ausgewiesene Projektleistungen) für die Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Runden Tisch zur „Nachhaltigen Entwicklung auf der Rigi“, wird abgestimmt:

Der Budgetbetrag wird einstimmig, ohne Enthaltungen oder Gegenstimmen, angenommen.

Antrag an den Vorstand der IG RIGI Kaltbad-First von Tomas Biland

Rigiland statt Disneyland! Was war das für ein Hype die letzten Monate um Rigi-Disney-World! Es hat gut getan zu spüren, welche Emotionen unser Berg noch immer wecken kann. 3106 zum Teil illustre Personen haben in einer Petition ihre Sorge um die Zukunft der Rigi zum Ausdruck gebracht. Unsere Präsidentin hat mit ihrem Vorstand kühlen Kopf bewahrt und geholfen, einen runden Tisch zu organisieren. Damit ist das Thema da, wo es hingehört. Ich bin überzeugt, dass die Frauen und Mannen, die der „DNA der Rigi“ auf den Grund gehen wollen, zu guten Lösungen kommen werden. Das Immunsystem der Rigi hat schon verschiedene Zumutungen der Spassgesellschaft abgewehrt:
Klettergarten im Grandwald, Feuerlaufen auf dem Dorfplatz, Sommer-Rodelbahn auf der Gratalp. Die Rigi selbst hat ihre Antwort schon längst gegeben auf das Angebot von Disneyland: Mit “RIGILAND“, unserem spektakulären Abenteuer-Spiel- und Picknick-Platz. Die Zeitschrift „Wir Eltern“ war seinerzeit voll des Lobes über die mystische Landschaft mit ihren Felsbrocken, Bäumen, Bächlein, und der herrlichen Aussicht. Es war Albert Egger, der innovative Hotelier vom Edelweiss, der als Präsident von Rigi Tourismus, die Initiative zu diesem Projekt ergriffen hatte. Sein Nachfolger, Willy Camps, vollendete das Werk nach dem frühen Tod von “Albi“. Ein Fonds, der zu Ehren von Albert Egger begründet worden war, und ein Rigigast aus St.Gallen, der mit seiner grossen Familie regelmässig
die Jahreswende in der Hostellerie verbrachte und im Verkehrsbüro jeweils einen grosszügigen Check hinterliess, halfen bei der Finanzierung. Der Platz wurde seither vom Werkdienst der Gemeinde gut gepflegt, ist aber halt in die Jahre gekommen: Die Spielgeräte sind in einem schlechten Zustand, oder mussten auf Geheiss der BFU
(Beratungsstelle für Unfallverhütung) bereits entfernt werden.

Darum mein Antrag an den Vorstand: Setzt Euch ein für eine Sanierung von “Rigiland“– auch am runden Tisch!

Die IG RIGI Kaltbad-First wird sich weiterhin für eine Sanierung von “Rigiland“ einsetzen und diesen Antrag an die RigiPlus, die Rigi Bahnen sowie an die Gemeinde Weggis weiterleiten.

Bericht von Jeanine Züst, Geschäftsführerin RigiPlus AG

Zum kleinen Spielplatz am unteren Firstweg: Die schönen Geräte stehen schon bereit, um im Frühling installiert zu werden. Die Geräte sind allesamt aus nachhaltigem Material und werden viel Freude bereiten.

Das Vorprojekt für den grossen Spielplatz “Rigiland“ wird weiterverfolgt. Er soll barrierefrei werden. Die erste Etappe (von dreien) wird in diesem Sommer realisiert. Aus finanziellen Gründen kann nicht alles auf einmal realisiert werden. Jeanine Züst informiert uns weiter über die Angebote, welche in diesem Jahr im Kaltbad stattfinden werden.

Unter anderem wird der “Geburtstag“ vom Hotel Rigi Kaltbad im Juli 2018 gefeiert.

b) Berichte über diverse geplante Projekte:
Philipp Christen (Gemeinderat Weggis): Die Brücke beim Werkhof wird durch die Gemeinde saniert werden. Weggis wird sich auch am grossem Spielplatz “Rigiland“ beteiligen, der Lead liegt jedoch beim Tourismus – sprich bei der RigiPlus AG.

Fragen unserer Mitglieder:

Jost Feer: Welcher Betrag kommt aus den Kurtaxen zusammen und was läuft zurück ins Kaltbad?

Jeanine Züst gibt folgende Auskunft: CHF 160‘000 kommt an Kurtaxen zusammen aus Hotellerie, Fewo Pauschalkurtaxen in Rigi Kaltbad, Staffelhöhe und First. Der grösste Teil dieser Einnahmen wird für die Gästeinformation verwendet. (Brochüren, Kutsche, Eisfeld, Boulebahn usw.) Philipp Christen fügt an, dass die Gemeinde Weggis keinen Anteil dieser eingenommenen Kurtaxen erhält.

Urs Galliker: Frage an Gemeinde bezüglich dem oberer Firstweg. Dieser sei durch die Baumaschinen demoliert worden. Die Gemeinde soll sicherstellten, dass der Weg durch die beteiligten Firmen wieder repariert wird. Zudem wollte Urs Galliker wissen, wer für den Unterhalt der Rigiliegen zuständig ist.

Guido Menziger: Stellt fest, dass im Kaltbad kein Weg angeschrieben ist. Herr Josef Odermatt (RigiPlus AG) hat schon uns vor Jahren gesagt, dass die Signaletik in Bearbeitung sei. Seitdem haben wir weder etwas davon gesehen noch gehört.

Jeanine Züst gibt die Auskunft, dass dies am Laufen sei. Herr Philipp Christen fügt an, das Projekt “Signaletik“ laufe über die Gemeinde Weggis.

c) Verabschiedung von unserer Präsidentin Elisabeth Schärer und von Sandra Gisler – Sekretariat

Der Vorstand der IG Rigi verabschiedet mit sehr schönen Einlagen die zwei Vorstandsmitglieder unter Verdankung der 10- jährigen erfolgreichen und initiativen Vorstandstätigkeit.

Sandra Gisler hat mit ihrer engagierten Art und mit grosser Einsatzfreude den Verein geprägt. Vielen Dank!

Ein riesiger Dank gebührt unserer Präsidentin Elisabeth Schärer, welche den Verein mit Engagement, Herzblut und Umsicht geführt hat. Durch den grossartigen Einsatz von Elisabeth wurde in den letzten 10 Jahren wieder eine gute und respektvolle Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Partnern am Berg wie der Gemeinde Weggis und den Rigibahnen möglich. Gute Ideen entwickeln kann (fast) jede/r. Diese dann engagiert umsetzen, das können die Wenigsten.
Darum: Herzlichen Dank, Elisabeth, für deinen jederzeit engagierten, unermüdlichen und uneigennützigen Einsatz.

Die Mitglieder verabschieden Elisabeth Schärer mit einer lang anhaltenden Standing Ovation.

Meinungsumfrage: Die Mitglieder sind gebeten, Ihre Meinung zum Thema «Nachhaltige Entwicklung auf der Rigi» kund zu tun. Eine grosse Mehrheit der Anwesenden nimmt in den Pausen und im Anschluss an die GV Stellung zu Aussagen über Tourismusentwicklung, Infrastruktur und Mitwirkung/Information der IG Rigi.
Die Ergebnisse der Umfrage werde in unkommentierter Form als Anhang zu diesem Protokoll auf der Homepage aufgeschaltet.

Da es keine weiteren Fragen der Mitglieder gibt, endet die 73. GV der IG Rigi Kaltbad-First um 17.45 Uhr.

Im Anschluss an die 73. Mitgliederversammlung der IG Rigi Kaltbad-First kamen wir in den Genuss des unterhaltsamen Vortrags durch Dr. H. Horat, Historiker, mit dem Thema: Es begann um 1800 auf der Rigi…Die Rigi war der Prototyp des Tourismus am Vierwaldstättersee. Alle späteren Tourismuskonzepte wurden an und auf der Rigi ausprobiert.

Die interessante und informative Mitgliederversammlung endete mit einem wiederum wunderbaren Apéro riche im Hotel Rigi Kulm.

Die nächste Generalversammlung der IG IGI Kaltbad-First findet am 16. März 2019 statt.

 

Für das Protokoll: 19. März 2018, Sandra Gisler

 

Anhang: 3 Bilder: Unkommentierte Ergebnisse aus der Mitgliederbefragung im Rahmen der Mitgliederversammlung.